Day is Done
Day is Done

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Day is Done

"Day is Done" ist eine kleine filmische Sensation, ein einzigartiges Experiment mit dokumentarischem Filmmaterial, das - virtuos gestaltet - mit scheinbarer Beiläufigkeit das Alltägliche erzählt und dabei von jeglicher Banalität befreit: Die Kamera fängt in wechselnden Ausschnitten das Geschehen ein, das man vom Standpunkt eines Fensters aus beobachten kann: Ein Fabrikgelände, Hochhäuser, sich drehende Baukräne, ein rauchender Schornstein in allen Lichtstimmungen des Jahres, eine Frau auf der Straße. Es geschieht scheinbar wenig, doch nach und nach werden Kleinigkeiten zum Ereignis. Die auf dem Anrufbeantworter hinterlassenen Nachrichten für T. - das Alter Ego des Schweizer Regisseurs Thomas Imbach - lassen ein Bild seines Lebens entstehen, berichten von der Geburt seines Kindes, vom Tod des Vaters, von der Bitte der Freundin um einen Rückruf, welcher der in die Filmarbeit vertiefte T. offenbar nicht nachkommt. Das außergewöhnliche Dokumentarfilmexperiment feierte bei der Berlinale 2011 Premiere.

Dokumentarfilm des Monats 12/12