Das Leben beginnt

In Heiner Carows Liebesgeschichte steckt ein lebensnaher Konflikt, wenn auch dessen Auflösung eher pädagogischen denn dramaturgischen Gesetzen folgt: Im geteilten Deutschland mit seinen noch offenen Grenzen ist die Liebe der Oberschüler Rolf und Erika zum Scheitern verurteilt, als sich Erikas Vater, ein Oberarzt, entschließt, in den Westen zu gehen. Da Erika ihn liebt, geht sie mit ihm, doch muss ihr Umzug in aller Heimlichkeit geschehen. Von Rolf darf sie nicht Abschied nehmen. Der ist zutiefst verstört, als er von der Flucht erfährt und macht sich auf den Weg nach Westberlin, um Erika zu treffen und Antwort auf seine quälenden Fragen zu bekommen. Nach seiner Rückkehr bleibt nichts, wie es war, denn Rolfs Liebe ist zu einer politischen Angelegenheit geworden. Das Schicksal, das ihn nun ereilt, teilt er mit vielen, die in der DDR-Wirklichkeit in vergleichbare persönliche Situationen geraten waren.

Termine

Zur Ausstellung: Glück für alle! Wirklichkeit in DEFA-Filmen der fünfziger Jahre 09/09