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Das Blumenwunder

Veranstaltungsort: Freundschaftsinsel, Inselspitze (Wiese hinter der Freilichtbühne)

Einlass ab 19 Uhr

Auf der nördlichen Spitze der Freundschaftsinsel, unweit der historischen Schaugärten und mit stimmungsvollem Blick in die Havellandschaft, präsentiert der Förderverein des Filmmuseums Potsdam eine wiederentdeckte Stummfilmrarität.

Das kann nur der Film: Ein neues Sehen zu lehren, das Wunder des Wachsens und Vergehens sichtbar zu machen! Als Das Blumenwunder nach mehrjährigen Dreharbeiten 1926 in die Kinos kommt, versetzt der Film das Publikum in helle Begeisterung, indem er Naturvorgänge, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, durch den Einsatz des Zeitraffers anschaulich macht. Für den Filmkritiker und Kunsttheoretiker Rudolf Arnheim ist der colorierte Film schlicht "der aufregendste, phantastischste und schönste, der je gedreht wurde" (Film als Kunst, Berlin 1932).
Monumental beginnen sich die Pflanzen vor unseren Augen zu bewegen, sie tanzen nach dem Rhythmus von Tag und Nacht. Eine Poesie, die uns täglich umgibt und doch so geheimnisvoll ist. Ergänzt wird diese natürliche Choreographie durch Szenen, in denen Tänzer das Wachstum der Pflanzen künstlerisch nachgestalten - inspiriert vom rhythmisch-expressiven Tanzstil der Laban-Schule und Mary Wigmans. "Man sieht die Pflanzen atmen, wachsen und sterben. Der natürliche Eindruck, die Pflanze sei unbeseelt, verschwindet vollständig. Man schaut die ganze Dramatik des Lebens - die unerhörten Anstrengungen", bemerkt der Philosoph Max Scheler über "Das Blumenwunder".

Der Vorfilm Verliebt in Stauden (R: Gerhard Jentsch, DDR 1966, Dok, 15') stellt den bedeutenden Staudenzüchter und Begründer des Schaugartens auf der Freundschaftsinsel, Karl Foerster, vor.

Livemusik: Peer Kleinschmidt

Begrüßung: Jörg Näthe (Vorsitzender des Vereins Freunde der Freundschaftsinsel e.V.)


Eine Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam e.V. in der Jahreskampagne
"Potsdam bewegt 2015" der Landeshauptstadt Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Verein Freunde der Freundschaftsinsel e.V. und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH.

Gegen Vorlage einer Eintrittskarte der Ausstellung "Einfach. Natürlich. Leben. Lebensreform in Brandenburg 1890-1939" aus dem HBPG wird ermäßigter Eintritt in die Filmvorführung gewährt.



Open-Air-Kino auf der Freundschaftsinsel