Carlos Saura visits Filmmuseum Potsdam in 2003
Carlos Saura visits Filmmuseum Potsdam in 2003

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Carlos Saura

November 2003

Im Rahmen der Begegnungswoche mit Kunst und Kultur aus Spanien im Land Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Botschaft von Spanien

Carlos Saura gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Regisseuren Spaniens. 1932 in Huesca geboren, war er bereits mit 18 Jahren ein anerkannter professioneller Fotograf. Saura studierte an der Filmhochschule Madrid, seine Reputation wuchs von Film zu Film. Seinem mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Werk widmet sich das Filmmuseum Potsdam mit einer Filmreihe. "Für mich ist Film Erinnerung und Fantasie. Wenn ich mich hinsetze und nachdenke, was ich tun soll, ist das erste Material, das mir in den Sinn kommt, immer fotografischer Art. Vielleicht, weil ich, bevor ich Filme machte, Fotograf war, vielleicht auch, weil ich beim Lesen die Buchstabensprache sofort in jene des Bildes übersetze, die meine Welt ist. ... Für mich ist das Leben eine Mischung aus Realitäten, mit welchen sich die Erinnerungen, die Träume und die Bilder unserer Wünsche vermischen ... Denn es ist eine fantastische Sache unseres Gedächtnisses, dass es sich niemals der Dinge erinnert, wie sie waren ... Ich glaube, dass die Fotografie die einzige Sache ist, die wir haben, die unser Gedächtnis fixiert. Der Rest ist Spekulation. Die Fotografie und das Kino - der Rest ist Spekulation."

FILME: Sonntagnachmittag / Die Straßenjungen / Die Jagd / Anna und die Wölfe / Züchte Raben / Der Garten der Lüste / Mama wird 100 Jahre alt / Ay, Carmela! / Goya in Bordeaux

Carlos Saura war am 14.11.2003 Gast im Filmmuseum Potsdam.
Zu den großen Klassikern des europäischen Autorenkinos gehört der spanische Regisseur Antonio Saura. Für seine gesellschaftskritischen Parabeln erhielt er mehrfach Preise, seine Filme über Flamenco und Tango brachten ihm weltweiten Ruhm.
Am Freitagabend weilte Saura zur Brandenburgisch-Spanischen Kulturwoche im Filmmuseum Potsdam. Nach der Begrüßung durch den spanischen Botschafter S.E. José Rodriguez-Spiteri wurde Carlos Sauras Film "Anna und die Wölfe" in der DEFA-Synchronisation gezeigt.

Sonntagnachmittag La tarde del domingo
RE: Carlos Saura, E 1956/57
Sauras Abschlussfilm an der Madrider Filmhochschule wurde zu einer Perle des Kurzfilms. Der semi-dokumentarische Stil in "Los Golfos" findet hier seine erste Ausreifung. Was an der spanischen Filmhochschule noch nie passiert war, wagte nun Saura: Zum Filmen ging er auf die Straße. Saura begleitet das Dienstmädchen Clara an einem Sonntagnachmittag. Claras Alltag in einem strengen Haushalt wird aufgelockert durch die wenigen freien Stunden am Sonntag, denen sie jede Woche entgegen fiebert. Doch zu große Erwartungen und zu wenig freie Zeit lassen sie enttäuscht am Abend das Kalenderblatt abreißen: Der Montag kommt - und mit ihm eine Träne in Claras Auge.

Die Straßenjungen Los Golfos
RE: Carlos Saura, E 1959
Straßenalltag zwischen Kriminalität und Langeweile: Sechs junge Männer versuchen in einem subproletarischen Vorort Madrids Ende der 1950er Jahre ihr Leben zu meistern. Saura drehte seinen ersten Langspielfilm mit Laien an Originalschauplätzen: Eine Sensation zu jener Zeit - der italienische Neorealismus hatte in Spanien Fuß gefasst. Die Kamera beobachtet, dokumentarisch anmutend fesselt der Film mit einem offenen, improvisierten Gestus. Juan will als Stierkämpfer dem Milieu entfliehen. Mit nervösen, planlosen Aktionen verfolgen die Freunde ihr Ziel, das fehlende Geld für den ersten Auftritt in der Arena zusammen zu bekommen. Beim letzten Dreh stand noch nicht fest, ob Juan beim Stierkampf siegen würde - Saura musste mit ihm um seinen Filmschluss wetten. Bei den Filmfestspielen in Cannes 1960 war "Los Golfos" neben Fellinis "La Dolce Vita" und Antonionis "L`Aventura" die große Entdeckung. Neorealismus trifft Nouvelle Vague, und Buñuels "Los Olvidados" sowie Fellinis "Vittelloni" wurden zu seinen nahesten filmischen Verwandten.

Die Jagd La Caza
RE: Carlos Saura, E 1965
Sauras früher Langspielfilm ist noch neorealistisch geprägt, weniger psychologisierend als u.a. "Anna und die Wölfe". Vor allem zeugt er von genauer Beobachtung der an der Oberfläche sich kristallisierenden seelischen Zustände. Drei vermeintlich "alte Freunde" und ein etwas jüngerer Schwiegersohn begeben sich auf ein Jagdwochenende in die karge, hitzeschwellende Einöde. Doch die geplante Jagd auf Kaninchen ist ein Vorwand für die geschäftlichen Interessen der drei. Im Laufe eines Tages steigt die angespannte Stimmung. Saura zeigt sich hier als Meister sublimer Spannungsdramaturgie. Quasi-dokumentarische Bilder in einer trostlosen, isolierten Wildnis, die einstmals Schauplatz blutiger Kämpfe während des spanischen Bürgerkriegs war, ziehen den Blick ohne Unterlass in ihren Bann. Die Kamera engt ein, folgt den Gewehrmündungsläufen mehr als den Personen, diese wiederum scheinen von ihren Waffen gelenkt. Ein fast beiläufig erscheinender Kontaktabbruch rückt den "Krieg zu viert" plötzlich in greifbare Nähe. Die spanische Wirklichkeit und ihre historischen und individuellen Tiefenschichten machen aus der Kaninchenjagd einen härteren Showdown als in "High Noon".

Anna und die Wölfe Ana y los Lobos
RE: Carlos Saura, E 1972
Das englische Kindermädchen Anna tritt in einem riesigen Herrenhaus im spanischen Landesinneren ihren neuen Dienst an. Die betuchte Großbürgerlichkeit der Familie wird für Anna nach und nach immer unheimlicher. Fernando, José und Juan, die drei Söhne des Hauses, verkörpern auf obsessive Weise Tabuthemen der spanischen Gesellschaft: Kirche, Militär und Sexualität. Jeder versucht auf seine Weise Anna für seinen krankhaften Wahn zu missbrauchen. Doch Anna wehrt sich, sie provoziert, macht sich lustig und kann dies alles nicht ganz ernst nehmen. Sie wird jedoch immer mehr in den grausamen Sog, der von den "Wolfsbrüdern" ausgeht, hineingezogen. Saura gelang auf eindringliche Weise eine filmische Parabel über die Abgründe der spanischen Gesellschaft der Franco-Ära.

Züchte Raben Cría Cuervos
RE: Carlos Saura, E 1975
In Rückblenden lernen wir die 9-jährige Ana (eine grandiose Ana Torrent) kennen, die mit ihren beiden Schwestern unter der Obhut der Tante in einem alten großbürgerlichen Haus im Herzen Madrids lebt. Den mysteriösen Tod ihrer Eltern hat sie auf ihre ganz eigene Weise erlebt, die Mutter geliebt, den Vater gehasst. Eine maßlose Kindertraurigkeit liegt auf ihrem Gesicht, während sie sich, immer mit einem abwiegelnden "Nichts" auf den Lippen, gegen das Herrschaftsgefüge in ihrer Familie aufzulehnen versucht. Saura erzählt hier in seinem unnachahmlichen sensiblen Stil aus dem gebrochenen Blickwinkel eines Mädchens, der nie auch nur ansatzweise sentimental erscheint. "Pour que te vas?" wurde mit dem Film 1976 in Frankreich zum Hit: Noch niemand hatte dieses Lied so ernsthaft und eindringlich wie Ana in ihrem Sessel mitgesungen.

Der Garten der Lüste El Jardín de las Delicias
RE: Carlos Saura, E 1975
Der Industrielle Antonio (Lopez Vázquez) leidet an Gedächtnisverlust. Seine großbourgeoise, dekadente Familie hilft ihm tatkräftig - nicht zuletzt, um seine Erinnerung an sein Schweizer Nummernkonto wieder anzukurbeln. So stellt die Familie alle ihrer Meinung nach möglichen prägenden Erfahrungen für ihn nach. Jeder muss für eine Rolle herhalten, und so findet sich der verstockt-verschüchterte Antonio in haareraufenden Situationen mit überzogenen Laienschauspielern des eigenen Verwandten- und Bekanntenkreises wieder. Da wird er einmal für fünf Jahre alt erklärt und zu einem schreienden Schwein in den Stall gesperrt, von seinem Sohn väterlich belehrt und von seiner Frau vor den Safe gezerrt. Die brillant inszenierte Farce über falsche Zuneigung übertrifft den sprichwörtlichen englischen schwarzen Humor um Längen.

Mama wird 100 Jahre alt Mamá cumple cien años
RE: Carlos Saura, E 1979
In der indirekten Fortsetzung von Anna und die Wölfe kehrt das Kindermädchen Anna nach Jahrzehnten zur Geburtstagsfeier der Großmutter auf den einstmals so unheimlichen Landsitz zurück. Saura übersteigert hier alles: eine blendende Farce auf die grotesk-beängstigenden Situationen des Vorgängers. Inmitten der Festturbulenzen wird "Mama" zum magischen Mittelpunkt und Anna zu deren Komplizin gegen die Mordgelüste der Wölfe. Ironisch und faszinierend zugleich kombiniert Saura überholte Tradition mit dümmlichem Modernismus. Für Saura ist dies ein ganz anderer selbstständiger düster-humoriger Film.

Ay, Carmela! Ay, Carmela!
RE: Carlos Saura, E/I 1990
Ein spanisches Sängerehepaar ist auf Tournee, als es plötzlich in die Wirren des spanischen Bürgerkrieges gerät. Zwischen den vermeintlichen Fronten versucht es, sich seinen Weg zu bahnen - nicht zuletzt ganz im Sinne einer vordergründig freien Kunst - als sie unverhofft auf die feindliche Seite geraten. Inmitten des Kriegsgeschehens sind sie eben nicht nur fahrende Künstler, sondern auch Republikaner. So versuchen sie im feindlichen Lager ihr Leben mit Hilfe ihrer Kunst zu retten. "Ay, Carmela!" zeigt neben Goya, wie territoriale Machtverhältnisse sich auf die unterschiedlichsten spanischen Kunstsparten auswirkten, und nicht zuletzt, wie Künstler sich doch immer wieder ihren Weg zu bahnen wussten.

Goya in Bordeaux Goya en Burdeos
RE: Carlos Saura, E/I 1999
Goya, Buñuel, Saura - die drei großen Aragonesen, die Spanien immer wieder mit beißender Kunst und Politikkritik aufgemischt haben. Goya überwältigt nicht nur mit seinen opulenten Bildern, sondern er verschränkt auf eine ganz neue Weise Politisches und Privates im Leben eines der größten Maler. Wir sehen den alten Goya während seiner letzten Tage im Exil in Bordeaux - als er schon beginnt, sein Gedächtnis zu verlieren. Saura wollte kein Biopic, sondern einen Schlüsselmoment im Leben Goyas erfassen, der angefüllt ist von Erinnerungen und dem gleichzeitigen Verlust derselben. Kunst und Territorium entwickeln hierbei ihr eigenes, manchmal sich aneinander reibendes Potenzial.

Projektentwicklung und Koordinierung:
Dorett Molitor
T (0049/331) 27181-13 | F (0049/331) 27181-26
Pressefotos und Infos anfordern unter: cinema@filmmuseum-potsdam.de

Presse zur Veranstaltung
Von der Unschuld der Fantasie
Der spanische Regisseur Carlos Saura im Filmmuseum Potsdam
MAZ, 17.11.2003, Martin Schwickert
Erst seine Flamenco-Filme "Bluthochzeit", "Liebeszauber" und vor allem "Carmen" bescherten dem spanischen Regisseur Carlos Saura in den 80ern internationalen, kommerziellen Erfolg. Dabei hatte sich Saura nach seinem Abschluss an der Madrider Filmhochschule im Jahre 1957 schon bald als einer der wichtigsten kritischen Filmemacher seines Landes profiliert - gerade auch während der Franco-Diktatur. Im Rahmen der Begegnungswoche mit Kunst und Kultur aus Spanien im Land Brandenburg hatte das Potsdamer
Filmmuseum eine kleine Werkschau des Regisseurs zusammengestellt. (....) Am Freitag Abend war Carlos Saura dann persönlich im Filmmuseum zu Gast. Bei der Begrüßung erinnerte Direktorin Bärbel Dalichow daran, dass Sauras Filme, die auch in den Kunstkinos und Filmclubs der DDR gezeigt wurden, schon damals ein genaues Bild von einem Land vermittelten, das man erst nach der Wende selbst erkunden konnte. Der spanische Botschafter José Rodriguez-Spiteri würdigte Saura als "außergewöhnlichen Zeitzeugen der spanischen Gesellschaft der letzten fünfzig Jahre". (.....)

"Die Männer haben sich schon immer geirrt"
Das Gespräch führte Babette Kaiserkern.
Herr Saura, immer wieder haben Sie spanische Themen aus Malerei, Literatur, Tanz und Mystik dargestellt. Es heißt auch, dass Sie der spanischste aller Regisseure seien.
Das macht mir Angst. Ich persönlich trage bewusst nichts dazu bei. Ich glaube nicht an Nationalitäten, für mich hat es keine besondere Bedeutung. Aber natürlich ist man sehr von seiner Kultur geprägt.
Es heißt, dass Sie schon früh mit Luis Buñuel, dem Klassiker des surrealistischen Films, vertraut wurden. Was hat Sie bei ihm am meisten beeindruckt?
Die Familie meiner Mutter und die von Buñuel kannten sich. Sie sagte mir einmal, es gäbe einen Regisseur aus Aragon, der sehr extravagante Filme macht. Später, an der Filmhochschule in Madrid, konnten wir Filme von Buñuel sehen, heimlich. Außer den frühen surrealistischen Filmen hat sich mir ins Gedächtnis eingegraben "Land ohne Brot" (Las Hurdes) - dieser Film war eine Offenbarung. Es war kein Dokumentarfilm im engeren Sinn, sondern sehr einfallsreich und imaginativ. Als ich 1960 erstmals in Cannes mit meinem Film "Los Golfos" war, stellte Buñuel, den ich persönlich noch nicht kannte, auch einen Film vor. Ich lud ihn zur Aufführung ein und von diesem Moment an wurden wir sehr enge Freunde. Er war ein wunderbarer, fantastischer Freund - es ergab sich eine so große Übereinstimmung, dass ich heute kaum noch zwischen dem guten Freund und dem Regisseur Luis Buñuel unterscheiden kann. Wir waren uns darüber einig, dass der Film sehr viel mit Begriffen wie Raum, Zeit, Erinnerung zu tun hat. Nachdem Buñuel meinen Film "Cousine Angélica" gesehen hatte, sagte er sogar, er hätte viel dafür gegeben, wenn der Film von ihm gewesen wäre.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Zensur während der Franco-Zeit gemacht?
Es gab zwei Zensuren. Die Vorzensur war die gefährlichere. Dafür haben wir manchmal das Drehbuch umgeschrieben, etwa für das Wort "Soldat" "Samurai" eingefügt. Oft haben wir uns indirekt und symbolisch ausgedrückt. So sagte die Zensurbehörde nach der Prüfung von "Anna und die Wölfe": Kein Problem, das versteht sowieso keiner.
Ihre Tanzfilme wurden weltberühmt. Was für eine Beziehung haben Sie zum Tanz?
Als ich jung war, wollte ich Motorradrennfahrer, Ingenieur oder Flamencotänzer werden. Ich nahm Flamencounterricht bei der berühmten Tänzerin "La Kika", aber sie sagte mir, ich solle mich besser anderen Sachen widmen.
Existiert eine besondere Beziehung zwischen Film und Tanz?
Der Flamenco hat mir immer sehr gut gefallen. Ich habe viel darüber gelernt, was dieses Wunder im Zusammenspiel von Körper und Rhythmus bedeutet. Die Musik ist ein fundamentaler Teil in meinen Filmen, besonders in den sieben Tanzfilmen.
Sie sind auch Fotograf. Was bedeutet Ihnen die Fotografie heute?
Ich weiß nicht, ob es gut ist, dass die Fotografie erfunden wurde. Vorher waren die Bilder, die nur in der Erinnerung existierten, viel blasser. Fotografien haben oft eine diabolische, barbarische, brutale Seite.
Viele Ihrer Filme kreisen um das Thema der Vergangenheit und der Erinnerung. Warum?
Ich glaube, dass der Film besonders dazu geeignet ist, Erinnerungen und Vorstellungen hervorzubringen. Jeder hat im Kopf seine eigenen Filme. Meine Filme sind nie realistisch, vielmehr eine Art Flucht, in dem Sinne, wie Luis Buñuel gesagt hat: Das Reinste ist die Einbildungskraft.
Was bedeutet der Film für Sie?
Für mich ist der Film etwas sehr Persönliches, ein großer Teil meines Lebens. Ich könnte mein Leben gar nicht von meinen Filmen trennen, obwohl ich gar nichts daraus erzähle.
Von Ihren zahlreichen Filmen, inzwischen rund 40, hatten einige Erfolg auf Festivals, andere beim Publikum, andere bei beidem. War der Erfolg vorhersehbar oder überraschend?
Manche hatten gar keinen Erfolg. Für mich war das immer eine riesige Überraschung. Zum Beispiel bei dem Film "Carmen" sagten alle, das würde niemand interessieren. Aber er wurde enorm erfolgreich. Der Erfolg ist eine Art Pokerspiel, bei dem keiner weiß, wie es ausgeht.
Sie haben einmal gesagt, dass Sie aufgewachsen sind mit der Idee, die Frau wäre komplett anders als der Mann, quasi über ihm stehend. Heute erlebt man oft, dass die Beziehungen zwischen den Geschlechtern viel partnerschaftlicher geworden sind. Haben Sie ein wenig Nostalgie nach der alten Zeit?
Nein, aber ich wurde in einer christlich-religiösen Kultur erzogen. Die Frau war unerreichbar und immer ein Geheimnis. Ich würde sagen, dass Frau und Mann so verschieden sind, ist wunderbar. Aber heute wollen die Frauen immer mehr den Männern ähneln. Das ist ein Irrtum. Denn der Mann irrt sich, schon immer. Er hat eine Gesellschaft geschaffen, die nicht weiß, wo es langgeht, ein Chaos. Wir sind jetzt im 21. Jahrhundert und haben immer noch die gleichen religiösen und politischen Konflikte.