Breaking the Waves

Ein Dorf an der nordschottischen Küste in den 1970er-Jahren: Die naive, tiefgläubige Bess heiratet den Skandinavier Jan, der auf einer Bohrinsel vor der Küste arbeitet. Obwohl Verbindungen mit Fremden in der calvinistisch geprägten Gemeinde nicht gern gesehen werden, hat der Ältestenrat der Eheschließung zugestimmt. Schon bald nach der Hochzeit muss Jan auf die Bohrinsel zurück. Bess betet zu Gott, dass er Jan schneller als geplant zurückbringen möge. Ihre Gebete werden erhört. Doch es ist ein Unfall, der Jan eher zurückkehren lässt. Gelähmt ist er fortan ans Bett gefesselt. Sein Zustand stürzt Bess in tiefe Schuldgefühle. Weil kein Sexualleben zwischen den beiden mehr möglich ist, fordert Jan Bess zum Seitensprung auf. Aus Liebe gehorcht Bess, doch Jan stellt immer neue Forderungen. Bess’ Martyrium beginnt, an dessen Ende das Wunder von Jans Heilung steht.
Liebe, Schuld, Opfer und Erlösung sind die Themen Lars von Triers Film. Neben formalen Innovationen wie der Kameraführung, später als "Dogma-Stil" bezeichnet, der eine bis dahin unbekannte Präsenz und Authentizität erzeugte, ist es die ungewöhnliche Geschichte, welche die Grenzen des damaligen Kinos erweiterte.

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Gern gesehen 03/10