Birdwatchers - Im Land der roten Menschen
Birdwatchers - Im Land der roten Menschen

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Birdwatchers - Im Land der roten Menschen

Der DEFA-Regisseur Rainer Simon dreht im Jahr 1988 den Alexander von Humboldt-Film "Die Besteigung des Chimborazo" - es wird seine erste Begegnung mit Südamerika. Seitdem lassen ihn dieser Kontinent und seine Menschen nicht mehr los. Seit 1990 reist er jedes Jahr dorthin, besonders nach Ecuador, zu seinen Freunden und Patenkindern. Sein Wirkungskreis hat sich inzwischen auf den ganzen Kontinent erweitert: Er zeigt Filme, ist Gast auf Festivals und leitet Workshops - von Mexiko bis Bolivien, von Guatemala bis Chile, aber auch in den USA und Kanada. Er dreht dort, beschreibt seine ungewöhnlichen Erlebnisse, und es entstanden Tausende Fotos.
"Wenn ich fotografiere, bin ich süchtig, den Augenblick Leben festzuhalten und mir bewusst, dass es nicht möglich ist. Doch ein Abglanz der Erinnerung, der mein Herz berührt, bleibt noch nach Jahren. Hinter die Bilder schauen heißt auch, vergleichen und in den Spiegel der Seele schauen und die eigenen Innenwelten entdecken." (Rainer Simon)

Zur Ausstellungseröffnung am 16. Juni hat sich Rainer Simon den Spielfilm Birdwatchers - Im Land der roten Menschen (R: Marco Bechis, BRA/I 2008) gewünscht: Der Regenwald in Brasilien ist der ursprüngliche Lebensraum der indigenen Guarani-Kaiowá, aus dem sie jedoch schon vor Generationen von den weißen Gutsbesitzern verdrängt wurden. Das entfremdete Leben treibt viele junge Guarani in die Verzweiflung. Als ihr Häuptling mit seinem Volk in das Land der Vorfahren zurückkehrt, beginnt eine dramatische Handlung, die für den Aufbruch vieler indigener Völker steht.

Zur Foyerausstellung: Hinter die Bilder schauen 06/11