Biologie!
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Biologie!

Romantisch fließt der Waldbach durchs Tal, an seinen Windungen hat sich ein Wasseramselpaar zum Nisten eingerichtet. Die Idylle wird gestört als sich der ehemalige Generaldirektor eines Baukombinats ein Wochenendhaus errichten will. Schülerin Ulla kann dieses Unrecht nicht hinnehmen. Naturschutz, Egoismus, Nepotismus und Missachtung des Verfassungsauftrags sind die Themen, mit denen sich die Jugend auseinandersetzen muss. In dem 1989 fertiggestellten Spielfilm Biologie! sieht sich die Jugend Umweltzerstörungen, Egoismus und Vetternwirtschaft ausgesetzt. Er erzählt von den Schwierigkeiten der Identitätssuche während des Verfalls eines ideologischen Systems.
Vorfilm: Rock 'n' Roll (R: Jörg Foth, DDR 1987, Dok., 18?)
In Anwesenheit von Regisseur Jörg Foth
Moderation: Dr. Heidi Strobel (Universität Potsdam)

Jugend ist ein zentrales Deutungsmuster für das Verständnis der Epoche des 20. Jahrhunderts. Gerade in ihr entdeckte man jene Kräfte, mit denen die erstarrten gesellschaftlichen Verhältnisse »zum Tanzen« gebracht werden sollten und mit denen die Vorstellungen der Vätergeneration vom guten und richtigen Leben erschüttert werden konnten. Ein Seminar der Dozentin Dr. Heidi Strobel befasst sich derzeit an der Universität Potsdam mit Theorien von Adoleszenz und untersucht die ästhetische Gestaltung des Themas anhand ausgewählter Jugendliteratur und -filme. Über zwei der Filme können Studierende und Kinopublikum im Filmmuseum mit den anwesenden Filmemachern diskutieren.


Adoleszenz in Literatur und Film