Berliner Ballade

Präsentiert als Rückblick aus dem Jahr 2048 beschreibt dieser spitzzüngige Film das Nachkriegsleben in den Ruinen der Hauptstadt. Darin trifft der klapperdürre Gert Fröbe in der Figur des Heimkehrers Otto Normalverbraucher auf Schwarzhändler und Reaktionäre, muss mit Blockade und Währungsreform zurechtkommen aber auch - aufgrund des kriegsbedingten Männermangels - den Annäherungsversuchen zahlreicher Damen trotzen. Drehbuchautor Günter Neumann adaptierte für diesen Film sein erfolgreiches Kabarettprogramm "Schwarzer Jahrmarkt". Kein Geringerer als Heinz Rühmann landete mit dieser ebenso heiteren wie bösartigen Karikatur seinen einzigen Kassenhit als Filmproduzent.
In der Foyerausstellung ist ein Preis der Internationalen Filmfestspiele Venedig 1949 zu sehen. Dieser geflügelte Löwe kam im Nachlass des Regisseurs Robert A. Stemmle in die Sammlungen des Filmmuseums. Es ist nicht ganz geklärt, ob es sich dabei um die Nominierungstrophäe für den Goldenen Löwen handelt - diesen bekam allerdings ein anderer Film. Dagegen konnten sich Heinz Rühmann als Produzent sowie Georg Krause als Kameramann über Preise freuen.

Termine

Zur Foyerausstellung "Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse" 08/10