Anonymus

War Shakespeare wirklich Shakespeare? Oder verbirgt sich hinter dem Namen vielleicht in Wirklichkeit Edward de Vere, Earl of Oxford, Sonetteschreiber und einer der klügsten Schöngeister an Queen Elizabeths Hof? Der Film fügt der Jahrhunderte währenden Tradition des Zweifels an der Urheberschaft von Englands größtem Dichter eine neue Spielart hinzu.
Für das Set Design, das die historischen Spielräume der elisabethanischen Architektur im Studio Babelsberg überzeugend wiedererweckt, wurde von Szenenbildner Sebastian Krawinkel ein modulares System aus 85 gebauten und zusätzlichen digitalen Sets entwickelt, das eine Mehrfachverwendung erlaubt. So wurde aus dem Rose-Theater- das Modell ist in der Ausstellung zu sehen- später Shakespeares Globe-Theater.

Zur Ausstellung:
Bevor in einem Film ein einziges Wort gesprochen ist, wird der Blick normalerweise schon auf den Schauplatz gelenkt. Dem Publikum ist dies nur selten bewußt: Das Szenenbild trägt maßgeblich zur Wirkung der Filmbilder bei, charakterisiert die Handlung und ihre Figuren.
Die Ausstellung schildert den Entstehungsprozess des Szenenbildes - auch Set oder Production Design genannt - von ersten Skizzen, Entwürfen, Modellen über das drehfertige Set bis zum vollendeten Film. Sie macht mit den beteiligten Gewerken und ihren Aufgaben bekannt. Eine besondere Rolle kommt dem Verhältnis der Filmstadt Babelsberg zur Potsdamer Schlösser- und Gartenlandschaft zu. Vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert entstand hier auf Geheiß von Brandenburger Kurfürsten, preußischen Königen und deutschen Kaisern ein unvergleichliches Ensemble unterschiedlichster Anlagen. Sie boten und bieten dem Film in ihrer Stilvielfalt und in ihrem Charakter eine fast unbegrenzte Auswahl an Motiven. Die Exponate kommen aus der Filmstadt Babelsberg und präsentieren die Geschichte des Szenenbildes von der UFA über die DEFA bis zum heutigen Studio Babelsberg.

Zur Ausstellungseröffnung am 3.12. um 19 Uhr sprechen: Sabine Kunst (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur), Annette Dorgerloh (Humboldt-Universität), Dorett Molitor (Sammlungsleiterin Filmmuseum Potsdam)


Der Verlag VDG Weimar präsentiert das gleichnamige Buch zur Ausstellung.

Mit Empfang im Foyer

Filmbeginn »Anonymus«: ca. 21 Uhr
Einführung: Sebastian Krawinkel (Szenenbildner)


Ein Ausstellungsprojekt vom Filmmuseum Potsdam und dem Verein der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam in Kooperation mit dem Forschungsprojekt Spielräume. Szenenbilder und -bildner in der Filmstadt Babelsberg am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch die Volkswagen Stiftung, Kulturland Brandenburg, das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und die Stadt Potsdam.

Termine

ALLES NUR KULISSE?!

Die Ausstellung »Alles nur Kulisse?! Filmräume aus der Traumfabrik Babelsberg« gibt einen Einblick in die Vielfalt des Szenenbildes von der Ufa bis zur Gegenwart am Filmstandort Babelsberg. Dabei widmet sie sich allen Stufen des Entwurfsprozesses - von Skizzen und Zeichnungen, über Storyboards, Modelle und Requisiten- bis hin zum fertigen Film.