Angst essen Seele auf
Angst essen Seele auf

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Angst essen Seele auf

In einer Kneipe trifft die etwa 60-jährige Putzfrau Emmi den wesentlich jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali. Aus der Zufallsbekanntschaft erwächst Zuneigung. Gegen den Widerstand von Emmis erwachsenen Kindern heiraten die beiden. Gehässigkeiten der Nachbarn und der Verwandten schmieden das ungleiche Paar zusammen. Doch als allmählich der Druck von außen nachlässt, kommen innere Unstimmigkeiten zwischen Emmi und Ali zum Vorschein. Ali fühlt sich eingesperrt, kehrt zu seiner früheren Geliebten zurück und bricht eines Abends bewusstlos zusammen. Im Krankenhaus erfährt Emmi, dass er infolge dauernder psychischer Spannungen an Magengeschwüren leidet. Trotz geringer Erfolgsaussichten will sie einen Neuanfang wagen.
Fassbinders Film orientiert sich in seiner Erzählstruktur an den amerikanischen Melodramen Douglas Sirks, verbindet diese mit einer pathosfreien Ästhetik und schuf damit den vielleicht ersten ernstzunehmenden filmischen Beitrag zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland.

Gern gesehen 6/12