• Restaurierung von textilem Kulturgut
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Aktuelle Projekte

Masterarbeit zu Szenenbildentwürfen von Alfred Hirschmeier

Detailaufnahme des Entwurfes im schräg einfallenden Licht. Schäden in der Malschicht vor allem im Stuhl gut zu erkennen an Fehlstellen und Rissen. Auf der Folie starke Verschmutzungen
Während der Festigung: Demontiert ohne Hintergrundbild. Beim Auftragen des Festigungsmittels zur Farbfixierung
Nach der Restaurierung im schräg einfallenden Licht: Gereinigt und gefestigt.

Der DEFA-Szenograf Alfred Hirschmeier entwickelte bei seinen Entwürfen für Szenenbilder eine besondere Technik. Er erstellte Collagen, in denen er eine Kombination aus Fotografien, Grafiken und bemalten Kunststofffolien verwendete. Diese Malschichten auf den Folien lösen sich durch Alterung und Belastungen ab. Es droht der völlige Verlust von Farbe.
In einem zweijährigen Studienprojekt in Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln wurde der Bestand zwischen 2014 und 2016 restauratorisch und konservatorisch betrachtet. Die Entwürfe wurden kunsttechnologisch untersucht und die Ursachen der Schäden ermittelt. Problematisch waren dabei auch die speziellen Eigenschaften der Celluloseacetat- und PET-Folien sowie den Gouache-Malfarben. Nach der Herstellung von Probekörpern und der Erprobung verschiedener Festigungsmethoden, konnten auch erste Restaurierungen an originalen Szenenbildentwürfen durchgeführt werden.
Aus den Beobachtungen und den Alterungseigenschaften der Materialien konnte ein Konzept für die Konservierung erarbeitet werden, welches in den nächsten Jahren umgesetzt werden wird. Es dient dem zukünftigen Erhalt der Entwürfe und dem Schutz vor neuen Schäden.
Die Ergebnisse dieses Projektes wurden in der Masterarbeit von Maria Lörzel zusammengefasst, die sie im Herbst 2016 verteidigen wird. Wir wünschen dabei viel Erfolg!

Restaurierungsprojekt Günter Reisch

Festigung fragiler Stellen in einem Arbeitsdrehbuch Günter Reischs

Der erste Teil des Projektes zur Sichtung und Restaurierung der Arbeitsdrehbücher aus dem Nachlass von Günter Reisch wurde von der Restauratorin Maia Garay vom 18.08. bis 17.11.2014 in den Sammlungen des Filmmuseums begonnen. Seit 1.04.2016 läuft der zweite Teil der restauratorischen Arbeiten an den Drehbüchern. Bis zum 31.01.2017 wird die Diplomrestauratorin Heidi Paulus das Projekt erfolgreich abschließen. Anschließend werden in einem dritten Teil die Drehbücher digitalisiert.
Diese Arbeitsdrehbücher sind von unschätzbarem filmhistorischen Wert, weil sie nicht nur die besondere Arbeitsweise Günter Reischs widerspiegeln, sondern auch die technisch-technologischen Gegebenheiten und die daraus erwachsenen Schwierigkeiten analoger Filmproduktion dokumentieren.

Studentische Projektarbeit zu Zielke-Film

Manuelles Umspulen eines 16mm-Filmes zur Reinigung und gleichzeitiger Vorbereitung zur Sichtung

Aktuell befasst sich eine Studentin der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart in einem fünfwöchigen Projekt (September/Oktober 2016) mit der Recherche und Dokumentation des Films Traum eines Kindes von Willy Zielke. Im Vordergrund steht dabei die Einbettung des Films in seinen kulturhistorischen Kontext sowie seine konservatorische Behandlung und Digitalisierung nach aktuellen Standards.

Masterprojektarbeit zum Modell "Andrea Doria"

Dreharbeiten im Trickstudio mit dem Modell der "Andrea Doria" für den Film "Die schwarze Galeere" 1962
Das Modell der "Andrea Doria" in der vergangenen Dauerausstellung des Filmmuseums
 Takelage am Modell der "Andrea Doria"

Im Wintersemester 2016/2017 arbeitet der Masterstudent Joannes Roeder von der FH in Potsdam im Fachbereich Restaurierung mit Schwerpunkt Holz im Zuge einer Projektarbeit in den Sammlungen des Filmmuseums. Im Folgenden werden Ihnen Einblicke in seine laufenden Arbeiten zu Forschung, Recherche gegeben.