Abschied von Matjora
Proschtschanije s Matjory

Das russische Inseldorf Matjora soll einem Wasserkraftwerk weichen und überflutet werden. Die Dorfbevölkerung ist gespalten: Einige Alte, die lieber in ihrer Heimat sterben wollen, widersetzen sich der Evakuierung, andere erkennen den Verlust erst im Augenblick des Untergangs. Regisseur Elem Klimow entwirft das Bild einer Gesellschaft, die traditionelle Werte einem blinden Fortschrittsglauben opfert und keinen Widerstand duldet. Dieser ökologisch brisante Stoff mit seinen überwältigenden Bildmetaphern erhielt Exportverbot und wurde erst 1987 mit großem Erfolg auf der Berlinale präsentiert.

Termine

Literatur im Film / Literatur-Kollegium Brandenburg (10/06)