A Single Man

Venedig 2009: Coppa Volpi, Queer Lion. Professor George Falconer, brilliant gespielt von Colin Firth, erfährt vom Unfalltod seines Partners Jim, seiner großen Liebe, durch einen Telefonanruf. Nach außen kann George in der gesellschaftlichen Situation im Amerika der 1960er Jahre seine Trauer nicht zeigen. Die Familie Jims verbittet sich sein Erscheinen auf der Trauerfeier und George verstößt nicht gegen die Regeln. In einer Art Gentlemen’s Agreement lebt er mit seiner Umwelt, den Nachbarn, und ebenso versieht er seine Arbeit an der Universität. Alles an ihm ist stilvoll, selbst seine Melancholie. Eine absolute Selbstbeherrschung scheint sein Wesen auszumachen. Doch der Verlust von Jim geht George näher als alles andere.
Bewusst ästhetisierend bebildert der Modedesigner Tom Ford in seinem Regiedebüt die Trauer eines Menschen vor dem Hintergrund des stilistisch abgestimmten Wohlstandslebens der amerikanischen Bildungsmittelschicht der frühen sechziger Jahre. Nach dem gleichnamigen Roman von Christopher Isherwood.

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Ausgezeichnet 07/10